Steingraeber & Söhne KG

Steingraeber-Ferro-Magnet-(SFM)-Mechanik®

Flügel-Spielgefühl in aufrecht stehenden Klavieren – Magnetische Rückfallunterstützung ohne Stoßzungenfeder

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Die Mechaniken in Flügeln und aufrecht stehenden Klavieren (Pianos) unterscheiden sich grundlegend. Beispielsweise lassen Flügelmechaniken durch ihre Bauart eine schnelle Repetition zu, d.h. für einen neuen Anschlag muss eine Taste nicht gänzlich in die Ausgangsposition zurückkehren. Anstatt rund 10 mm können Pianisten die Tasten lediglich rund 1-2 mm loslassen und sofort erneut anschlagen. Diese Repetition ist in Pianos mit gängigen Mechaniken nicht möglich.

Steingraeber & Söhne bietet ein solches Flügel-Spielgefühl mit schneller Repetition in den Pianos 130 und 138 an. Vier Jahre Entwicklungsarbeit führten zu einem ausgereiften Produkt: der Steingraeber-Ferro-Magnet-(SFM)-Mechanik®.

1Die SFM-Mechanik® zeichnet sich durch drei bauliche Besonderheiten aus:

1.) Ein Magnet (Nr. 1) befindet sich unter dem Hammernussleder.

2.) Ein zweiter Magnet (Nr. 2) befindet sich in der Stoßzungenspitze. Beide Magneten ziehen einander an. Dadurch fällt die Stoßzunge zügig in die Ausgangsposition zurück.

3.) Auf die Stoßzungenfeder kann somit verzichtet werden.

(Alle Bauteile werden bei Firma Renner, Gärtringen, vorgefertigt und in der Steingraeber-Manufaktur vollendet.)

Pianisten sind dank der SFM-Mechanik® in der Lage, auch bei Pianos die Tasten schnell erneut anzuschlagen. Das Spielgefühl ähnelt dadurch dem eines Flügels.

   

Die Entwicklung im Überblick:

  • 2003/04: Beginn der Steingraeber-Tests mit Sonderbauteilen in Renner-Mechaniken
  • 2005: Präsentation des 1. Prototyps in einem Steingraeber 130, diese Dotzek-Ferro-Magnet-(DFM)-Mechanik ist mit zwei Magneten, einem Stößeldraht und dem Gegenfängerblei ausgestattet – es wird auf beide Federn verzichten (Hammernuss und Stoßzunge).
  • 2006: Wolfgang Schäffler (Steingraeber-Betriebsleiter) entwickelt die DFM- zu einer Dotzek-Schäffler-Ferro-Magnet-(DSFM)-Mechanik weiter; die Funktionen werden optimiert, unerwünschte Nebeneffekte wie 'Trommeln' werden ausgeschlossen. Seit Oktober 2006 arbeitet Klavierbaumeister Schäffler mit dem Betriebsleiter bei Renner, Herrn Günter Kolb weiter an der Optimierung
  • 2007: Fa. Renner liefert die ersten endgültigen SFM-Bauteile. Alle Funktionen sind getestet und optimiert; im Vorgriff auf zukünftige EU-Bleiverordnungen wird wieder ein "normaler" Gegenfänger ohne Blei eingesetzt.

 

1Zwei Magnete in der Hammernuss und in der Stoßzungenspitze ziehen einander an. Deshalb ist keine Stoßzungenfeder (unten) notwendig.

1Wolfgang Schäffler (links) war maßgeblich an der Entwicklung der SFM-Mechanik beteiligt. Er gehört seit über 40 Jahren zur Steingraeber-Mannschaft.

 

Sehen Sie hier die SFM-Mechanik in Aktion, in einem Video unseres Zulieferers GMB Deutsche Magnetwerke:

 


WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

 

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