Steingraeber & Söhne KG

Konzerttermine


Unser Veranstaltungsprogramm „PianoTime 2017/18“
als pdf-Datei zum Download
(Stand: Februar 2017;
eventuelle Änderungen finden Sie in der unten stehenden Liste)


Kategorie: Messen / Fairs

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Datum: 20.05.2017 - 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr

VdM Kongress Stuttgart

AG 29

Selbst- und fremdbestimmte Klaviere...

...wie man dank moderner Technologie den künstlerischen Einsatz des klassischen Klaviers kreativ erweitern kann: Eine konzertante Live-Demonstration am Steingraeber & Söhne Transducer-Flügel


Im Januar 2016 erarbeiteten Professor Robert HP Platz und die Bayreuther Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne erstmals ein Konzert mit Transducer-Flügeln an der Musikhochschule Würzburg. Die Fortsetzung zum VdM Kongress in Stuttgart wird zeigen, wie man erweiterte Formen der Klaviermusik in die pianistische Arbeit einbeziehen kann - und neue spannende Programmideen findet.

Im 1.Teil geht es um Zeitgenössische Musik.
Der Komponist HP Platz wird in sein Werk Branenwelten einführen - eine Komposition, die am IRCAM Paris entstanden ist und den klassischen - akustischen - Flügel mit sich selbst in einen Dialog AUF ZWEI EBENEN setzt: traditionell durch die Pianistin Clara Murnig gespielt wird der Flügel gleichzeitig elektronisch über Computersignale durch zwei Transducer am Resonanzboden fremdbestimmt, gesteuert vom Tonmeister Robert Hofmann.
Das Stück dauert ca. 15 Minuten

Im 2.Teil hören Sie klassische Moderne: Charles Ives, Vierteltonmusik!
Die Aufbruchsstimmung der 1920er Jahre führte auch zu spannender Viertel- und Mikroton-Musik die mangels Instrumentarium heute fast in Vergessenheit geraten ist: einen einzigen Viertelton-Flügel gibt es noch in einem Prager Museum. Zum VdM Kongress in Stuttgart erklingen "Three quater-tone pieces" für 2 Klaviere von Charles Ives. Clara Murnig spielt live am Transducer Flügel mit Viertelton-Zuspielung (Elektronik Robert Hofmann). Diese Einspielung wird über Transducer direkt im Flügelresonanzboden eingespielt; den Live-Klavierpart spielt Frau Murnig "mit sich selbst" aus dem identischen Resonanzboden "heraus".
Das Stück dauert ca. 13 Minuten.
 
 
1Robert HP Platz, geboren 1951 in Baden-Baden. Kompositionsstudium bei Wolfgang Fortner und Karlheinz Stockhausen, als Dirigent Schüler von Francis Travis.
Dirigate und Aufführungen seiner Werke in ganz Europa, Asien und den USA. Platz hat als Dirigent über 300 Werke uraufgeführt und mit Orchestern wie dem Orchestre Phil-harmonique du Luxembourg, den beiden SWR-Orchestern oder dem DSO Berlin, dem Klangforum Wien, der Musikfabrik NRW gearbeitet; er leitete 20 Jahre lang das Ensemble Köln. Zusammenarbeit mit Komponisten wie Hosokawa, Huber, Scelsi, Stockhausen, Xenakis.
Platz’ Kompositionen seit 1989 sind Teile eines tagebuchartig in assoziativen Sprüngen sich fortsetzenden Gesamtwerks, im Raum verteilt, polyphon sich durchdringend und überwölbend (“Formpolyphonie”).
Im Feedback-Studio-Verlag erschien der Band Schriften zu Musik 1979-1993, im Pfau-Verlag TOP: Skizzentagebuch und … weil die Welt und wir mit ihr so sind Texte zur Musik 1972–2014. 2013 erschien im Bärenreiter-Verlag Technik des Violinspiels (mit Irvine Arditti).
Platz lebt in Köln und ist erster Gastdirigent der Ensembles Alternance (Paris) und Musica d'In-sieme (Mailand). Mitglied des Bureau du Directeur des Elektronischen Studios Centre Henri Pousseur, Liège. Zahlreiche CD-Einspielungen und Preise, darunter als beste CD des Jahres 2009 (Hosokawa I, NEOS). Platz ist Professor für Komposition und Ensembleleitung Neue Musik an der Musikhochschule Würzburg.

1Clara Murnig ist Lehrbeauftragte am Institut Ludwig van Beethoven der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ist als freischaffende Pianistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin tätig. Als Liedbegleiterin und Kammermusikerin war sie unter anderem im Edgar Elgar Room der Royal Albert Hall, im Sage Gateshead, im Norfolk Music Room des Victoria&Albert Museums, im Charl-ton House in London, in St. Mary Abbots Church London, im Stift Heiligenkreuz, im Beethoven-haus Baden bei Wien, im Brahms Museum Mürzzuschlag, dem Bernhard Theater Zürich den Gmundner Festwochen oder dem Festival classic.muerz zu hören.
Ihre pianistische Ausbildung erhielt sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Ursula Kneihs und Anna Pfeiffer sowie am Royal College of Music in London in Piano Accompaniment bei Simon Lepper und Roger Vignoles. 2014 arbeitete sie als Samling Artist mit Malcolm Martineau, Stephen King und Sir Thomas Allen, 2012 beim Schubert Institut Baden bei Wien mit Elly Ameling, Helmut Deutsch, Julius Drake und Rudolf Jansen, weiters absolvierte sie Meisterkurse bei den Wiener Tagen der zeitgenössischen Klaviermusik mit Helmut Lachenmann, Robert HP Platz und Clay Mc Millan.
2012 erhielt sie das STARTStipendium des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur in der Sparte Musik und darstellende Kunst und war Stipendiatin des Lucy Ann Jones Awards des Royal College of Music und des Josef-Krainer-Stipendienfonds des Landes Steiermark.
Preise erhielt sie für Interpretation zeitgenössischer Musik bei der 21. isa pragwienbudapest (2011) und für Klavierbegleitung bei der Brooks van der Pump English Song Competition des Royal Colleges of Music (2013). Im Bereich der Musikvermittlung arbeitet sie als Pianistin mit dem Team tak.tik im Arnold Schönberg-Center zusammen und war im Rahmen der Styriarte 2016 bei 'Schwere lose Misa' zu hören.

1Robert Hofmann, geboren 1982 in Ansbach, studierte in Würzburg vier Semester Komposition und Musiktheorie, bevor er 2008 nach Wien übersiedelte, um an der Universität für Musik und darstellende Kunst das Tonmeisterstudium zu absolvieren. Bereits ein versierter Gitarrist und Pianist begann er 2001 Theremin zu spielen. Sein besonderes Interesse an der Verflechtung von Neuer Musik und Popmusik brachte ihn als Komponist und Instrumentalist zum Postmodern Chamber Pop Duo „Peter Inglenook“ und zur ungarischen Literatur- und Musikformation „Pannón Melankólikusok“. Derzeit arbeitet er als Tonmeister an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und forscht für seine Dissertation über Rhythmik im Bereich der Popularmusikforschung.

weitere Informationen
Veranstaltungsort:
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Stuttgart
Kontakt / Veranstalter:
VdM - Verband deutscher Musikschulen
www.musikschulen.de

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