Steingraeber & Söhne KG

Franz Liszt und Eduard Steingraeber

   

1Der wichtigste Klaviervirtuose des 19. Jahrhunderts war ohne Zweifel der hochbegabte Franz Liszt (1811-1886), der mit seinem technischen Geschick am Klavier stets brillierte. Er alleine traute sich etwas, dass wir heute als selbstverständlich ansehen: Im Jahre 1839 gab er das erste öffentliche Solo-Klavierkonzert in Europa.

 

1Der Beginn der Verbindung von Franz Liszt und Eduard Steingraeber lässt sich zurückführen auf das Jahr 1846. Der junge Eduard Steingraeber war zu dieser Zeit in der berühmten Klavierbauwerkstatt von Nannette Streicher in Wien tätig und kommt erstmals in Kontakt mit Franz Liszt, woraufhin dieser Eduard Steingraeber zu Liszts Konzertbetreuer machte. Liszt spielte bei Konzerten, bis der Flügel defekt war. Eduard Steingraeber musste vor dem Meister und vor dem Publikum reparieren, damit das Konzert weitergehen konnte.

 

Nach der abgeschlossenen Meisterprüfung gründete Eduard Steingraeber im Jahr 1852 die Pianofortefabrik Steingraeber in Bayreuth. Für Franz Liszt lieferte Steingraeber echte Flügel und Franz Liszt beeinflusste auch die besondere Konstruktion und den besonders farbenreichen Klang der Steingraeber & Söhne Flügel. Die Steingraeber-Konstrukteure Eduard und George wurden von Liszt sicherlich veranlasst, neue Klangwelten zu schaffen, die heute noch auf geradezu unglaubliche Weise modern anmuten. Und auch bis heute schätzen viele Künstler von Weltrang den Steingraeber Klang, wie auch z. B. Daniel Barenboim.

 

1Noch heute sind Spuren Liszts in Bayreuth zu sehen, so beispielsweise das Liszt-Museum, ein kleines Mausoleum und natürlich auch im Steingraeber-Haus: Liszt war im Salon des Steingraeber Hauses oft zu Gast. Im Rokokosaal steht noch heute der original Liszt-Flügel aus 1873. Dort spielte er zusammen mit seinen Freunden und Kollegen und gab auch öffentliche Konzerte. Auch heute werden noch regelmäßig Konzerte auf dem Liszt-Flügel gespielt. Im Juli 1886 lieferte die Pianofortefabrik Steingraeber einen Flügel Modell 205 (heute C-212) Nr. 4328 an Franz Liszt – für ihn war das der letztes Steingraeber-Instrument. Der Flügel ist ebenfalls im Steingraeber-Haus zu sehen und diente als Vorlage für das aktuelle Sondermodell "C-212 Liszt". 

     

Übrigens: Die Notenzeile im Steingraeber-Logo ist der 'Bagatelle ohne Tonart' von Franz Liszt, 1885, entnommen. Steingraeber & Söhne hat die Handschrift als Spende an die Stiftung Weimarer Klassik restaurieren lassen.

 


Weiterführende Informationen

Steingraeber & Söhne KG Friedrichstraße 2 und Steingraeberpassage 1 95444 Bayreuth
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Klavierhaus Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr